Band eins der legandären Skulduggery Pleasant Reihe!
Ich habe es als Taschenbuch gelesen. Nicht nur die auffällige Aufmachung des Buches mit grell-orange-farbigem Schnitt, nein, auch der Inhalt ist amüsant und ideenreich!
Stephanie ist 12 Jahre alt, als ihr geliebter, etwas verschrobener Onkel verstirbt. Er hatte als Autor gearbeitet, war Single und --- etwas seltsam.
Zur Testamenteröffnung und Todesfeier kommt ein eigenartiger Mann: Er trägt Handschuhe, Schal, Sonnenbrille und Hut. Vom Gesicht ist nichts zu sehen, keiner kennt ihn, und er zieht auch im Haus den Schal nicht aus!
Aber er scheint Stephanie gut zu kenne, er war offensichtlich ein enger Freund des verstorbenen Onkels.
Ich greife vor: Er ist ein lebendes Skelett. Er arbeitet als Dedektiv und nimmt Stephanie, die derweil von ihrem Spiegelbild vertreten wird, auf seinen Abenteuern mit.
Und ich habe mich bestens amüsiert!
>Er legte die Hand auf die Brust. " Hand aufs Herz. Ich schwöre es bei meinem Leben." "Okay." Er nickte und ging voraus zu seinem Bentley. "Allerdings hast Du kein Herz mehr." "Ich weiß." "Und rein technisch gesehen auch kein Leben." "Auch das weiß ich ." "Dann verstehen wir uns ja."<
Man glaubt nicht, wie amüsant und sarkastisch und surreal solch ein Skelett sein kann!
Wortspielereien in den Gesprächen, eine 12 jährige Schülerin, die sich in die unbekannte Parallelwelt einfügt und lernt, bekannte Spielzüge in einer völlig unbekannten Umsetzung.
Doch, ich war positiv überrascht und freue mich auf die folgenden Bände!
Der Blog von Regine Bacherle, Redakteurin und Rezensentin in freier Mitarbeit, unter anderem bei amazon, lovelybooks, vorablesen
Dienstag, 3. April 2012
"Im Land des Roten Ahorns!" von Claire Bouvier, Rezension
Tja, da haben wirs doch schon wieder:
Wunderschönes Cover, tolle Farben, spannender Klappentext, über eine Hamburgerin, die 1875 nach Kanada auswandert, nachdem ihr Vater, ein angesehener Kartograph verstorben ist.
So, der Klappentext, hab ich eben gesehen, denn ich lese den Klappentext immer erst nach Beenden des Buches, geht aber noch weiter: Sie will bei dem Freund des Vaters unterkommen, er ist aber auf ihr Erbe aus, will sie zur Heirat zwingen, sie flüchtet.
Moment, es geht noch weiter: Sie kommt bei einem liebenswerten Sägewerkbesitzer unter und der nimmt sie mit auf grosse Flossfahrt.
Noch immer nicht zu Ende: Der Freund des Vaters will sich bei ihr wegen der Flucht rächen und verfolgt sie.
Punkt.
Hier endet der Klappent!
Das ist so ungefähr 2 1/2 Seiten vor Ende des Buches!
Eines sehr flüssig, trivial geschriebenen Buches, welches soooooo langweilig ist, dass selbst der Übersetzter mehrfach einschlief.
Behaupte ich jetzt mal. Wie ist es sonst zu erklären, dass ab und zu die Namen verwechselt werden, und ausgerechnet die Widersacherin der Hamburgerin plötzlich in deren Namen eben über diesselbe rumschreit????
Kein Humor, keine Spannung, keine Atmosphäre, keine Information über das damalige Leben!
Na, da hat sich die Autorin nicht so wirklich bemüht, aber gut, es ist ja bekannt, dass wir in Deutschland eine zunehmend grosse Leserschaft ranzüchten, die beim Lesen bitte nicht das Hirn belasten möchte. Gelesenes soll den Weg bis dorthin gar nicht schaffen.
Gott, was bin ich heute wieder biestig. 2 verlorene Lesetage, aber gut, die Farben des Covers sind wirklich schön!
Wunderschönes Cover, tolle Farben, spannender Klappentext, über eine Hamburgerin, die 1875 nach Kanada auswandert, nachdem ihr Vater, ein angesehener Kartograph verstorben ist.
So, der Klappentext, hab ich eben gesehen, denn ich lese den Klappentext immer erst nach Beenden des Buches, geht aber noch weiter: Sie will bei dem Freund des Vaters unterkommen, er ist aber auf ihr Erbe aus, will sie zur Heirat zwingen, sie flüchtet.
Moment, es geht noch weiter: Sie kommt bei einem liebenswerten Sägewerkbesitzer unter und der nimmt sie mit auf grosse Flossfahrt.
Noch immer nicht zu Ende: Der Freund des Vaters will sich bei ihr wegen der Flucht rächen und verfolgt sie.
Punkt.
Hier endet der Klappent!
Das ist so ungefähr 2 1/2 Seiten vor Ende des Buches!
Eines sehr flüssig, trivial geschriebenen Buches, welches soooooo langweilig ist, dass selbst der Übersetzter mehrfach einschlief.
Behaupte ich jetzt mal. Wie ist es sonst zu erklären, dass ab und zu die Namen verwechselt werden, und ausgerechnet die Widersacherin der Hamburgerin plötzlich in deren Namen eben über diesselbe rumschreit????
Kein Humor, keine Spannung, keine Atmosphäre, keine Information über das damalige Leben!
Na, da hat sich die Autorin nicht so wirklich bemüht, aber gut, es ist ja bekannt, dass wir in Deutschland eine zunehmend grosse Leserschaft ranzüchten, die beim Lesen bitte nicht das Hirn belasten möchte. Gelesenes soll den Weg bis dorthin gar nicht schaffen.
Gott, was bin ich heute wieder biestig. 2 verlorene Lesetage, aber gut, die Farben des Covers sind wirklich schön!
"Wir zwei allein" Matthias Nawrat, Rezension
"Wir zwei allein" von Matthias Nawrat ist ein sehr schön gestaltetes Hardcover-Büchlein aus dem Hause Nagel & Kimche.
Ich war sehr gespannt über den Inhalt, da der Roman in Freiburg/Breisgau spielt. Meiner Heimat, aus der ich mit 17 Jahren magersüchtig, schwer depressiv und angeschlagen flüchtete.
Und tatsächlich, ich hätte es nicht für möglich gehalten, dieses kleine, niedliche Buch hat mit einem Schlag sämtliche Wut auf die verschrobene Gesellschaft und ihre Trödeligkeit zurückgebracht.
Eine Liebesgeschichte in diese wunderschöne Landschaft zu packen mit den dort lebenden, verstockten, konservativen und extrem introvertierten Leuten, das ist schon ein besonderes Erlebnis per se.
Ich hatte ja ein klein wenig Hoffnung, dass nach den immerhin 30 Jahren, die seit meiner Flucht vergangen sind, sich vielleicht ein bischen was geändert haben könnte, aber Nein, dazu wird es wohl Jahrhunderte dauern.
Menschen, die existieren, die täglich der Arbeit nachgehen, die nur zum eigenen Gartenzaun schauen, dabei ständig von der grossen Welt träumen, aber den Weg nicht von hier nach da schaffen, die auch untereinander kein klares Gespräch zustandebringen, keine Entscheidungen treffen wollen, sondern sich nur alles "passend träumen", die reagieren, aber nicht agieren, die so ohne jegliches Rückgrat alles hinnehmen und nicht fähig sind, aus ihrer Lethargie mal aufzuwachen!
Dabei diverse pschische Krankheitsbilder aufbauen, angefangen von einer manisch-depressiven Erkrankung zu bunt-gemischten schizoiden Ausläufen, gerne nach Jahren betitelt als "Borderline", nichts anderes als komplette Unfähigkeit eine sozial-kompetente
Umgangsform untereinander zu erarbeiten, beispielsweise "wie zeige ich einer Person, dass ich sie liebe".
Ich vermute ja schon lange, dass diese belämmerten Soaps im nachmittäglichen deutschen Fernsehen, nur für die Schwarzwälder erfunden wurden!
Wie räume ich mein Zimmer auf? Wie zahle ich meine Rechnungen? Wie sieht eine Wohnung gewöhnlich von innen aus? Wie rede ich mit Freunden? Was ziehe ich an? Wie läuft eine Kommunikation zwischen verschieden-geschlechtlichen Leuten? Wo gehe ich hin? Was unternehme ich abends?
Seufz.
Gut, ich wurde auch mal von einem Mann in die Sauna eingeladen. er war seit etwa 5 Jahren verliebt, hat sich nicht getraut, mir das zu sagen/zeigen, war mit Mitte 60 noch Jungfrau und kam dann mit dieser Einladung.
Himmel, die Unfähigkeit den Mund zum Sprechen zu nutzen greift um sich!
Jedenfalls freuen sich Berline Psychologen ungemein! Was meinte mal einer, händereibend, zu mir? "Die verkorkstesten Leute kommen aus dem Schwarzwald! Da hat man ordentlich Jahre zu tun!"
Sehr schön!
Au Mann, ich wollte eigentlich eine Rezi schreiben, aber nach dem Lesen bin ich so voller Wut. Wenn die wenigstens endlich aussterben würden "da unten", aber es ziehen ja immer neue Leute zu, die in kürzester Zeit genauso verschroben werden!
So, also das Buch ist eine Vollbremsung im Bücherschrank! Keine grossen Aktionen, zumindest nicht ausserhalb der Gehirnwindungen.
Ein Mann, Studienabbrecher, was sonst wird man in Freibug?, jobbt einen Job als Fahrer von Gemüse. Ehrgeiz, dieses Wort existiert dort nicht, hat er nicht, auch keine Ziele, nur einen Wunsch: Zusammensein mit Theres, einer unsteten Künstlerin, die auch nicht weiss, was sie will und auch unfähig ist, sich mal um pragmatische Dinge zu kümmern. Er hält am Traumbild seiner Theres fest, obwohl dieses Mädel ihm genügend Gelegenheiten gibt, zu erkennen, dass sie ganz bestimmt nicht die passende Partnerin ist.
Das Buch nimmt dramatische Wendungen (im Hirn der Protagonisten), deren Deutungen einen Psychologen höchst erfreuen würden, da bin ich mir sicher.
Nach Lesen des Buches verbleibt eine grosse Ratlosigkeit.
Was soll man den Protagonisten wünschen? Soll man überhaupt etwas wünschen? Oder besser sofort abwenden, das Buch verbrennen, damit die Geisteshaltung nicht entfleuchen und um sich greifen kann?
Meine Güte. Dabei kann der Autor wirklich gut schreiben, die Bilder, die er erzeugt, die trostlose, hilflose Stimmung, dieses Gefühl eingesperrt zu sein zwischen den Bergen, diese düstere Atmosphäre, diese Ausweglosigkeit und Perspektivenlosigkeit, die bringt er ganz fabelhaft rüber, aber man (ich) mag es in der heutigen Zeit nicht lesen.
Kein Hoffnungsfunke, es sei den man verbrennt oder stürzt zu Tode, oh Himmel, ist es nicht endlich an der Zeit, auch im Schwarzwald zu lüften?
Ich war sehr gespannt über den Inhalt, da der Roman in Freiburg/Breisgau spielt. Meiner Heimat, aus der ich mit 17 Jahren magersüchtig, schwer depressiv und angeschlagen flüchtete.
Und tatsächlich, ich hätte es nicht für möglich gehalten, dieses kleine, niedliche Buch hat mit einem Schlag sämtliche Wut auf die verschrobene Gesellschaft und ihre Trödeligkeit zurückgebracht.
Eine Liebesgeschichte in diese wunderschöne Landschaft zu packen mit den dort lebenden, verstockten, konservativen und extrem introvertierten Leuten, das ist schon ein besonderes Erlebnis per se.
Ich hatte ja ein klein wenig Hoffnung, dass nach den immerhin 30 Jahren, die seit meiner Flucht vergangen sind, sich vielleicht ein bischen was geändert haben könnte, aber Nein, dazu wird es wohl Jahrhunderte dauern.
Menschen, die existieren, die täglich der Arbeit nachgehen, die nur zum eigenen Gartenzaun schauen, dabei ständig von der grossen Welt träumen, aber den Weg nicht von hier nach da schaffen, die auch untereinander kein klares Gespräch zustandebringen, keine Entscheidungen treffen wollen, sondern sich nur alles "passend träumen", die reagieren, aber nicht agieren, die so ohne jegliches Rückgrat alles hinnehmen und nicht fähig sind, aus ihrer Lethargie mal aufzuwachen!
Dabei diverse pschische Krankheitsbilder aufbauen, angefangen von einer manisch-depressiven Erkrankung zu bunt-gemischten schizoiden Ausläufen, gerne nach Jahren betitelt als "Borderline", nichts anderes als komplette Unfähigkeit eine sozial-kompetente
Umgangsform untereinander zu erarbeiten, beispielsweise "wie zeige ich einer Person, dass ich sie liebe".
Ich vermute ja schon lange, dass diese belämmerten Soaps im nachmittäglichen deutschen Fernsehen, nur für die Schwarzwälder erfunden wurden!
Wie räume ich mein Zimmer auf? Wie zahle ich meine Rechnungen? Wie sieht eine Wohnung gewöhnlich von innen aus? Wie rede ich mit Freunden? Was ziehe ich an? Wie läuft eine Kommunikation zwischen verschieden-geschlechtlichen Leuten? Wo gehe ich hin? Was unternehme ich abends?
Seufz.
Gut, ich wurde auch mal von einem Mann in die Sauna eingeladen. er war seit etwa 5 Jahren verliebt, hat sich nicht getraut, mir das zu sagen/zeigen, war mit Mitte 60 noch Jungfrau und kam dann mit dieser Einladung.
Himmel, die Unfähigkeit den Mund zum Sprechen zu nutzen greift um sich!
Jedenfalls freuen sich Berline Psychologen ungemein! Was meinte mal einer, händereibend, zu mir? "Die verkorkstesten Leute kommen aus dem Schwarzwald! Da hat man ordentlich Jahre zu tun!"
Sehr schön!
Au Mann, ich wollte eigentlich eine Rezi schreiben, aber nach dem Lesen bin ich so voller Wut. Wenn die wenigstens endlich aussterben würden "da unten", aber es ziehen ja immer neue Leute zu, die in kürzester Zeit genauso verschroben werden!
So, also das Buch ist eine Vollbremsung im Bücherschrank! Keine grossen Aktionen, zumindest nicht ausserhalb der Gehirnwindungen.
Ein Mann, Studienabbrecher, was sonst wird man in Freibug?, jobbt einen Job als Fahrer von Gemüse. Ehrgeiz, dieses Wort existiert dort nicht, hat er nicht, auch keine Ziele, nur einen Wunsch: Zusammensein mit Theres, einer unsteten Künstlerin, die auch nicht weiss, was sie will und auch unfähig ist, sich mal um pragmatische Dinge zu kümmern. Er hält am Traumbild seiner Theres fest, obwohl dieses Mädel ihm genügend Gelegenheiten gibt, zu erkennen, dass sie ganz bestimmt nicht die passende Partnerin ist.
Das Buch nimmt dramatische Wendungen (im Hirn der Protagonisten), deren Deutungen einen Psychologen höchst erfreuen würden, da bin ich mir sicher.
Nach Lesen des Buches verbleibt eine grosse Ratlosigkeit.
Was soll man den Protagonisten wünschen? Soll man überhaupt etwas wünschen? Oder besser sofort abwenden, das Buch verbrennen, damit die Geisteshaltung nicht entfleuchen und um sich greifen kann?
Meine Güte. Dabei kann der Autor wirklich gut schreiben, die Bilder, die er erzeugt, die trostlose, hilflose Stimmung, dieses Gefühl eingesperrt zu sein zwischen den Bergen, diese düstere Atmosphäre, diese Ausweglosigkeit und Perspektivenlosigkeit, die bringt er ganz fabelhaft rüber, aber man (ich) mag es in der heutigen Zeit nicht lesen.
Kein Hoffnungsfunke, es sei den man verbrennt oder stürzt zu Tode, oh Himmel, ist es nicht endlich an der Zeit, auch im Schwarzwald zu lüften?
Samstag, 3. März 2012
Tommy Krappweis, "Das Vorzelt zur Hölle", Rezension
Tommy Krappweis, "Das Vorzelt zur Hölle"
Meine Bewertung: 3 von 5 Sternen
Rezension vom 03.03.2012
Das Vorzelt zur Hölle, Untertitel: Wie ich die Familienurlaube meiner Kindheit überlebte, von Tommy Krappweis, dem Erfinder von Bernd, dem Brot.
Wirklich begeistert hat mich das Buch nicht. Ich war auf den ersten hundert Seiten auch mehrmals am Überlegen, ob sich die ins Lesen investierte Zeit nicht sinnvoller verbringen liesse, da ich aber grundsätzlich keine Bücher abbreche, denn jeder Autor soll eine faire Chance bekommen, zwang ich mich, mit dem Lesen fortzufahren.
Zum Inhalt: Tommy Krappweis, geboren 1972, berichtet von den Urlauben mit den Eltern bevorzugt in den 70 iger Jahren.
Seine Eltern, besonders sein lebenslustiger Vater, sind -wie es damals üblich war- Campingfans. Mit den damals fehlenden Sicherheitsbestimmungen und den einfachen, oft pimitiven Mitteln, nutzten Tommys Eltern jeden Urlaub um fremde Länder zu erkunden und oft lebensbedrohliche Erlebnisse zu meistern.
Abonnieren
Posts (Atom)
