Dienstag, 11. Juni 2013






Cathi Unsworth, Opfer

Rezension vom 11.06.2013

meine Beurteilung: 5 Sterne von 5 möglichen


"Opfer" von Cathi Unsworth ist ein unfassbar raffiniert gestrickter Thriller aus dem sehr düsteren Nordengland.
Mich hat die Erzähltechnik der Autorin unglaublich beeindruckt.
Vom Inhalt ist es eine Art "Cold Case", ein ehemaliger Polizist, der durch einen Unfall behindert ist und aus dem Polizeidienst ausscheiden musste, wird als Privatermittler engagiert: Sean Ward soll einen 20 Jahre alten, eigentlich abgeschlossenen Fall neu aufrollen, da heute Ermittlungs- und Labortechniken existieren, die es eben 1984 noch nicht gab.
Die verurteilte Täterin sitzt 1984 in einer geschlossenen Psychiatrie.
Die Autorin führt den Leser Kapitelweise abwechselnd ins ehemalige Geschehen 1984 und dann wieder ins "heutige" 2004, wobei wir immer nur so viele Informationen

Freitag, 7. Juni 2013



Paul Lendvai: Leben eines Grenzgängers, Erinnerungen


Rezension vom 07.06.2013

Meine Bewertung: 5 Sterne von 5 möglichen



Das Buch "Leben eines Grenzgängers" ist ein sehr interessantes Format.
Es ist ausschliesslich die Aufzeichnung eines Gesprächs zwischen dem Protagonisten Paul Lendvai und einer ungarischen Journalistin Zsofia Mihancsik.
Für mich ein Debüt, ein solches Buch zu lesen.
Biographien der herkömmlichen Art kennt man ja, auch mit kurzen Interviewabschnitten, aber ien Buch, das ausschliesslich in Gesprächsform geschrieben ist, war für mich so komplett neu.
Und ich muss sagen: Ich bin sehr überrascht!
Nicht nur über die Spannung des Buches, die angesprochenen Themen sind sehr interessant und auch recht unbekannt in Deutschland, auch die Art, so umfassend zu antworten, dass der Leser auch mit wenigen Kenntnissen der Politik im östlichen Europa, speziell Ungarn, ohne Mühe

Sonntag, 19. Mai 2013




Karl Olsberg: Die achte Offenbarung

Rezension vom 19.05.2013

Meine Bewertung: 2 Sterne von 5 möglichen


"Die achte Offenbarung" des Autors Karl Olsberg macht mir die Bewertung wirklich nicht leicht.
Angelockt durch interessante Themen wie Physik, Geschichte und Virologie habe ich mich auf einen interessanten, kurzweiligen und informativen, vielleicht auch raffiniert-gestrickten Thriller gefreut.
Das Buch lässt sich auch tatsächlich sehr locker runterlesen, durch Verwendung diverser Fachbegriffe und Zeichnungen aufgelockert, bekommt man als Leser den Eindruck, dass der Autor gut recherchierte und sich in der Thematik sehr gut auskennt.
Ein Historiker bekommt ein offensichtlich aus dem Mittelalter stammendes Buch zugespielt, dass in der Nazizeit nach Amerika geschmuggelt wurde. Es gehörte seiner Grossmutter, der Text ist codiert und die Neugier des Historikers geweckt. Da er nahezu nichts über die Lebensgeschichte seiner Grossmutter weiss, begibt er sich auf eine Reise durch Deutschland, um Informationen


Britta Orlowski: Rückkehr nach St. Elwine

Rezension vom 19.05.2013
Meine Bewertung: 5 Sterne von 5 möglichen

 "Rückkehr nach St. Elwine" ist der Start einer wunderbaren Serie, die sich durch einen leichten, lockeren und humorvollen Schreibstil der Autorin Britta Orlowski, mal eben so ins Herz der Leser schleicht.
Der Zusatz "Liebesroman" trifft es für mich nicht ganz, es ist eigentlich mehr, wesentlich mehr, denn es geht um menschliche Schicksale, Familien, Freundschaften und Lebensglück.
Elisabeth Crane kommt als ausgebildete Chirurgin in ihre Heimatstadt zurück und nimmt eine Stelle als Ärztin an der dortigen Klinik an. Erinnerungen an eine sehr schlechte Kindheit, an ein schwieriges Erwachsenwerden und Freikämpfen von Vorurteilen Minderbemittelten werden wieder wach als sie alte Schulkameraden und Bekannte trifft.
Aber sie hat auch ihre beste Freundin dort, die inzwischen