Der Blog von Regine Bacherle, Redakteurin und Rezensentin in freier Mitarbeit, unter anderem bei amazon, lovelybooks, vorablesen
Donnerstag, 20. Juni 2013
Sandra Neumann: Einsatzort Vergangenheit
Rezension vom 20.06.2013
Meine Bewertung: 5 Sterne von 5 möglichen
Der Zeitreiseroman "Einsatzort Vergangenheit" der Autorin Sandra Neumann ist ein toll geschriebener, spannender, lustiger und informativer Roman um eine Geschichtslehrerin, die durch Zufall in ein Ermittlungsteam der Gegenwart in der Vergangenheit gerät.
Laura ist eine sehr sympathische, schlagfertige Geschichtslehrerin, deren Privatleben einfach zu wünschen übrig lässt! Als selbständige und intelligente Frau hat sie die üblichen Probleme, den geeigneten Mann fürs Leben zu finden und gerät oft mit gleichaltirgen Männern in Zwist.
So auch mit dem neuen Kollegen Phil, der offensichtlich gewohnt ist, dass alle Frauen ihm zu Füssen liegen, der sich so gar nicht um den Unterrischt bemüht und sich mal eben gerne an den Lorbeeren anderer Leute bedient!
Und ausgerechnet mit ihm landet Laura versehentlich
Dienstag, 11. Juni 2013
Cathi Unsworth, Opfer
Rezension vom 11.06.2013
meine Beurteilung: 5 Sterne von 5 möglichen
"Opfer" von Cathi Unsworth ist ein unfassbar raffiniert gestrickter Thriller aus dem sehr düsteren Nordengland.
Mich hat die Erzähltechnik der Autorin unglaublich beeindruckt.
Vom Inhalt ist es eine Art "Cold Case", ein ehemaliger Polizist, der durch einen Unfall behindert ist und aus dem Polizeidienst ausscheiden musste, wird als Privatermittler engagiert: Sean Ward soll einen 20 Jahre alten, eigentlich abgeschlossenen Fall neu aufrollen, da heute Ermittlungs- und Labortechniken existieren, die es eben 1984 noch nicht gab.
Die verurteilte Täterin sitzt 1984 in einer geschlossenen Psychiatrie.
Die Autorin führt den Leser Kapitelweise abwechselnd ins ehemalige Geschehen 1984 und dann wieder ins "heutige" 2004, wobei wir immer nur so viele Informationen
Freitag, 7. Juni 2013
Paul Lendvai: Leben eines Grenzgängers, Erinnerungen
Rezension vom 07.06.2013
Meine Bewertung: 5 Sterne von 5 möglichen
Das Buch "Leben eines Grenzgängers" ist ein sehr interessantes Format.
Es ist ausschliesslich die Aufzeichnung eines Gesprächs zwischen dem Protagonisten Paul Lendvai und einer ungarischen Journalistin Zsofia Mihancsik.
Für mich ein Debüt, ein solches Buch zu lesen.
Biographien der herkömmlichen Art kennt man ja, auch mit kurzen Interviewabschnitten, aber ien Buch, das ausschliesslich in Gesprächsform geschrieben ist, war für mich so komplett neu.
Und ich muss sagen: Ich bin sehr überrascht!
Nicht nur über die Spannung des Buches, die angesprochenen Themen sind sehr interessant und auch recht unbekannt in Deutschland, auch die Art, so umfassend zu antworten, dass der Leser auch mit wenigen Kenntnissen der Politik im östlichen Europa, speziell Ungarn, ohne Mühe
Sonntag, 19. Mai 2013
Karl Olsberg: Die achte Offenbarung
Rezension vom 19.05.2013
Meine Bewertung: 2 Sterne von 5 möglichen
"Die achte Offenbarung" des Autors Karl Olsberg macht mir die Bewertung wirklich nicht leicht.
Angelockt durch interessante Themen wie Physik, Geschichte und Virologie habe ich mich auf einen interessanten, kurzweiligen und informativen, vielleicht auch raffiniert-gestrickten Thriller gefreut.
Das Buch lässt sich auch tatsächlich sehr locker runterlesen, durch Verwendung diverser Fachbegriffe und Zeichnungen aufgelockert, bekommt man als Leser den Eindruck, dass der Autor gut recherchierte und sich in der Thematik sehr gut auskennt.
Ein Historiker bekommt ein offensichtlich aus dem Mittelalter stammendes Buch zugespielt, dass in der Nazizeit nach Amerika geschmuggelt wurde. Es gehörte seiner Grossmutter, der Text ist codiert und die Neugier des Historikers geweckt. Da er nahezu nichts über die Lebensgeschichte seiner Grossmutter weiss, begibt er sich auf eine Reise durch Deutschland, um Informationen
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